Berufung gefunden

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Edith Krüger - Rechtsanwältin

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Die junge Juristin Edith Krüger hat uns drei Fragen zu ihrer persönlichen Berufung beantwortet:

1. Frau Krüger, wie sind Sie auf den Beruf der Juristin als Spezialistin für Datenschutz gekommen?
Den Beruf der Rechtsanwältin habe ich in die Wiege gelegt bekommen. Mein Vater ist Rechtsanwalt und hat mir diese berufliche Richtung aufgezeigt. Nach meiner Ausbildung zur Rechtsanwältin bin ich recht schnell bei der Crefo – meinem ersten Arbeitgeber – mit dem Thema in Berührung gekommen. Ich war dem Geschäftsführer direkt unterstellt und konnte als seine rechte Hand an vielen wichtigen Meetings teilnehmen, die immer wieder einen Bezug zum Thema Datenschutz mit sich brachten. Die Werte Zuverlässigkeit, Wertschätzung der Person und Loyalität den eigenen Mitarbeitern gegenüber, aber auch in Bezug auf Kunden und wiederum deren Kunden standen bei den Diskussionen im Vordergrund. Die beruflichen Herausforderungen brachten es dann mit sich, dass ich als interne Datenschutzbeauftragte für dieses Thema eigenverantwortlich eingesetzt wurde. Schulungen, Weiterbildungen und Mitgliedschaften in Erfahrungskreisen brachten mich dann dem Thema immer näher, so dass ich mich schlussendlich diesem Rechtsgebiet vollumfänglich widmen konnte. Mit In-Kraft-Treten der europäischen Datenschutzgrundverordnung im Mai 2018 hat der Datenschutz große Präsenz in der Öffentlichkeit erhalten, was im Hinblick auf die Wichtigkeit der Thematik ein großer Schritt in die richtige Richtung ist. Denn Datenschutz geht uns alle an – jeder nutzt ein Smartphone, wählt sich in Netzwerke ein und nutzt kostenlose Messenger-Dienste. Die wenigsten wissen aber, was mit ihren Daten tatsächlich passiert.

2. Sie machen einen sehr engagierten Eindruck in Ihrem Beruf, Frau Krüger – welchen Beruf würden Sie heute wählen, wenn Sie wieder entscheiden könnten?
Tatsächlich würde ich den Beruf als freie Rechtsanwältin im Bereich Datenschutz als meinen Wunsch-Job angeben. Die Erfahrungen in meiner beruflichen Laufbahn als Angestellte großer Unternehmen wie der Bertelsmann, der Telekom und der Crif Bürgel haben mich geprägt und mir vieles an Know-How mit auf den Weg gegeben. Allerdings ist die Arbeit als Rechtsanwältin und Beraterin so bereichernd und abwechslungsreich, dass ich hierin meine “Berufung” gefunden habe

3. Nun, was empfehlen Sie Juristen, die sich mit dem Schwerpunkt Datenschutz heute selbständig machen möchten?
Datenschutz ist ein sehr vielschichtiges Thema. Er ist in allen Bereichen eines Unternehmens zu finden und es gibt niemals “Insellösungen”. Ein Datenschutzbeauftragter ist organisatorisch intern meist als Stabsstelle ausgestaltet und berichtet direkt der Geschäftsleitung. Insofern ist es aus meiner Sicht absolut zielführend, betriebswirtschaftliches Verständnis mitzubringen. Das Gleiche gilt dementsprechend, wenn man als externer Datenschutzbeauftragter eingesetzt wird. Ich habe deshalb, um auf Augenhöhe mit den Verantwortlichen eines Unternehmens sprechen zu können, einen Master in Betriebswirtschaft (MBA) erworben. Ein wirtschaftliches Verständnis der Zusammenhänge ist oft Grundvoraussetzung, um die Prozesse in einem Unternehmen datenschutzrechtlich beurteilen zu können. Was natürlich ebenfalls von Vorteil ist, ist eine gewisse Affinität zur Technik. Da dieses Rechtsgebiet sich gerade stark entwickelt, ist es wichtig, sich in Netzwerken zu engagieren und an Erfahrungskreisen teilzunehmen.

Besuchen Sie gern auch die Website von Edith Krüger unter http://datenschutz-krueger.de/

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